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Freitag, 12. Juli 2013

Pädagogische Würdigung George H Mead



-         Wissenschaftliche Arbeiten von heute hatte Mead nicht zur Verfügung

-         Hat „generelle“ Theorie des Handelns entworfen

-         Identitätsbildung als aktive „Leistung“ (Kind = nicht passiv)

-         Durch Rollen Horizont erweitert

-         Große Bedeutung erzieherischer Instanzen

-         Pädagogisch Relevant: play und game à auch Sanktionen (Konsequenzen erfahren)

-         Kind muss Prozess der Identitätsbildung selber bewältigen à Kind soll begleitet/ unterstützt, nicht „geformt“ werden

-         Kein adäquater (passender) Gesellschaftsbegriff

- Mead schließt Gesellschaftskritik in Theorie aus (Gesellschaft ist wichtig)

-         Mead hat sich nie gefragt, ob verallgemeinerte Andere Kinder so durch Sanktionen fördern, dass sie sich kritiklos unterwerfen

-         Unterschiedliche gesellschaftliche Erwartungen wegen sozialer Ungleichheit nicht beachtet

-         Probleme der Erziehungsstiele nicht gegeben



→  Orientierungshilfe, um Sozialisation zu verstehen     

von Sabrina Loose, Valentina Beeck, Kathrin Kuhlmann und Leonie Sellmeier

Geroge H Mead - Was ist eine soziale Rolle?



Rollen vereinfachen und regeln menschliches Zusammenleben und machen es berechenbar (man weiß, was man machen kann/muss/soll). Sie funktionieren wie ein Schutz („nichts“ trifft einen unerwartet). Rollen werden durch Vorschriften, Normen und Erwartungen geprägt und legen fest, was man wann leisten muss und wie man sich zu verhalten hat. Rollen werden intuitiv, selbstverständlich ausgeführt, da Erwartungen an eine Rolle schon vor der Rollenübernahme bestehen.
Das Selbst in/aus/durch die Gesellschaft geboren -„the self is born of society“-  (Enkulturation) und ist dazu gezwungen, eine Rolle anzunehmen. Dies kann als stützend oder fesselnd empfunden werden, vor allem, da eine soziale Rolle nicht abgelegt werden kann.Eine Rolle ist mit der sozialen Position, der Persönlichkeit, den Bezugsgruppen etc. verbunden. Durch die vielen Einflüsse sind Rollen individuell und es gibt verschiedene Formen, wie die Berufsrolle oder die Altersrolle, die Schwierigkeiten mit sich führen (z.B. Leistung, Selbstständigkeit, den Alterungsprozess akzeptieren).Jedes Individuum besitzt eine Vielzahl an Rollen, die jeweils Variationsmöglichkeiten beinhalten (z.B. Arzt passt sich Patienten an, hat eigene Kinder/Eltern/Frau/Freunde, die jeweils andere Erwartungen an ihn stellen).Die Rolle wird durch die Gesellschaft definiert, deren Ziel es ist, dass jeder seine Rolle einhält. Dies geschieht durch Sanktionen, die greifen, wenn es zu einer Abweichung der Rolle kommt („deviants“). Des Weiteren entstehen Rollen durch Erziehung, Nachahmung, Eigeninitiative usw.Während der Sozialisation werden Gesellschaftsmitglieder in ihre Rollen eingeführt, die Rollen werden „gelernt“.
Das Wichtigste bei der Rollenübernahme ist, dass verschiedene Gruppen/ andere Gesellschaftsmitglieder meine Rolle, also auch die Einhaltung, erwarten (z.B. Als Erzieherin wird von mir erwartet, dass ich mit Kindern umgehen kann).Auch bei sich selbst lässt sich feststellen, dass man von anderen erwartet, dass sie ihre Rolle ausführen. 
von Sabrina Loose, Valentina Beeck, Kathrin Kuhlmann und Leonie Sellmeier

George H. Mead



- I impulsives Ich; reagiert spontan (auf Zumutungen);Vorraussetzung für Erfahrungen;

          kreativ; sobald es reflektiert, wird es zum Me, (self as knower)



- Me reflektiertes Ich; kontrolliert; voraussagend; an anderen orientiert; eigene

             Überlegungen wie andere mich sehen / was sie von mir erwarten, (self as known)



- Mind Geist des Menschen, hilft zwischen Impulsen des I und Me zu vermitteln, um das

                 self aufzubauen; übernimmt Interaktionsprozesse bei sprachlich fundierter

                 Rollenübernahme



- Self eigene Ich-Identität; erschließt sich aus Interaktion mit anderen (Verhalten anderer

               Wird rekonstruiert) und Internalisierung von Erwartungen (Gesellschaft, Eltern

               Freunde, Kirche, geben Werte und Normen weiter);

               Rollenidentität= Einzelner übernimmt Rolle aktiv

               Identitätsproblem= andere haben eine andere Vorstellung von mir als ich selbst



- Selbstbild- Fremdbild Balance zwischen ihnen = Basis der Identität; stehen in ständiger

                                                                                      Interaktion



- Symbolischer Interaktionismus Mensch erschließt sich seine Einstellung zur Welt über

                                                          Gesten und Symbole, also bildet sich die Identität durch

                                                          Interaktion/Verständigung mit Mitmenschen und das

                                                          Erleben von Erfahrungen, auf Sprachfähigkeit baut Hand-

                                                          lungsfähigkeit auf, so dass das self entstehen kann



- Interpersonal (im Dialog) und Intrapersonal (im Bewusstsein) dienen er Rekonstruierungn

  vom Verhalten anderer & der Antizipation (Einschätzen) von Erwartungen



- Symbole sind zur Verständigung notwendig; Bedeutungsvielfalt (z.B. Sprache)



- Play freies Spiel; Rollen im Rollenspiel kennenlernen; Orientierung am signifikanten

               Anderen (konkrete Person, z.B. Mutter/Großeltern) um Leben in der Gemeinschaft

               kennenzulernen
               - wird mit Alter geregelt 

       

- Game vorgegebene Regeln; Handlungen (signifikanter) Anderer werden eingeschätzt;

                  Handlungs- und Orientierungsmöglichkeiten werden erweitert durch

                  verallgemeinerte Andere (z.B. Erzieherin, Lehrerin; Vertreter der 

                  Gesellschaft…)

Play und Game sind Phasen zur self- Entwicklung



- Role-taking Rollenübernahme als Grundlage der Sozialisation ( im „play“ erst

                           Unterschiedliche Rollen übernehmen bis eigene Identität bewusst wird)



Erziehung Begleitung des Kindes bei Entwicklung der Identität und gesellschaftlicher

                       Integration. Kind soll ohne Zwänge und spielerisch in die Gesellschaft

                       wachsen, selbst aktiv werden (Strenge + Distanz der verallgemeinerten
                       Anderen = Vorraussetzung)  
von Valentina Beeck, Sabrina Loose, Kathrin Kuhlmann und Leonie Sellmeier